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Furioser Saisonstart für Tutzinger Schachfreunde
Der Spielplan der Schach-Bezirksklasse sah am ersten Spieltag das Aufsteiger-Duell zwischen Neuburg/Donau und den Schachfreunden Starnberger See vor.
Für das Auswärtsspiel beim wohl am weitesten entfernten Gegner, hatte sich die Mannschaft um Bernd Salvermoser einiges vorgenommen und trat in Bestbesetzung auf. Das es am Ende dann beinahe die Höchststrafe für den Gegner geben sollte, war aber nicht vorherzusehen. Den ersten Punkt bekamen die Tutzinger allerdings geschenkt: ein kurzfristiger Krankheitsfall, der nicht mehr kompensiert werden konnte, verhalf Florian Mayr zu einem kampflosen Punkt. Den zweiten vollen Zähler erspielte Robert Gödel. Er wählte im Königsindischen Angriff einen Aufbau, bei dem das übliche weisse Schema nicht greift. Aus dem Konzept gebracht, griff der Neuburger bald fehl und musste aufgeben. Das 3:0 erspielte Reinhold Pohle, der gegen die Sizilianische Verteidigung mal wieder „sein" Morra-Gambit auspackte. In der unkonventionellen Stellung überspielte er seinen Gegner. Die „witzigste" Partie gelang Harald Feldbacher, der mit seinen zwei Springern einen wahren Tanz in der weissen Stellung aufführte, und am Ende eine Mehrqualität zu verwerten wusste. Die Partie des Tages hätte Achim Flemming gelingen können, der nach einem Läuferopfer nebst diversen hängenden Figuren, einen Mattangriff startete. Um dem drohenden Matt zu entgehen, fand der Neuburger noch ein Damenopfer (für Turm und Läufer) und quälte damit sich und den Gegner noch lange, um im Endspiel dann doch die Waffen zu strecken. In der Zwischenzeit hatte Stefan Steinmüller in einer Sizilianischen seine Verteidigungsressourcen genutzt und den Gegner ausgekontert. Technisch sauber brachte auch Bernd Salvermoser sein vorteilhaftes Endspiel nach Hause. In der letzten laufenden Partie dann wenigstens ein halber Punkt für den Gegner. Rückkehrer Johannes Schmied( er hatte die letzte Saison pausiert) nahm angesichts des Spielstandes ein Remisangebot, in unklarer Lage, an. Mit diesem Kantersieg haben die Tutzinger gleich eine erste Duftmarke in der neuen Liga gesetzt. Im nächsten Kampf (am 15.11. in Ebersberg) werden sie zeigen müssen, wieviel der Sieg wert ist. |